Chevrolet Corvette C6 Cabrio

Die Corvette erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Km/h und packt den Spurt aus dem Stand auf 100 Km/h in gerade mal 4,2 Sekunden. Diese Werte kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn es sind exakt die des gut 200.000 Euro teureren Mercedes CLK DTM AMG Cabrios.

Viel Beschleunigung fürs Geld also, ansonsten erinnert die sechste weiterentwickelte Version der Corvette natürlich sehr an seine Vorgänger, doch für dieses typsiche Design steht eine Corvette schließlich auch. Deshalb gibt es dazu auch nicht viel Neues zu sagen, entweder es gefällt einem oder nicht. Was die Innenausstattung angeht, haben die Amerikaner stark aufgeholt und sind nun auch im 21. Jahrhundert angekommen.

Von außen fallen einem natürlich die großen Xenon-Scheinwerfer als erstes auf, doch im Inneren zeigt die Corvette ihr wahres Gesicht. Das große Display der DVD-gesteuerten Navigation passt optimal in das Cockpit, für gute Übersicht im Heckbereich wurde ein Head-Up-Display eingebaut und das schlüssellose Startsystem rundet die Modernisierung der Corvette ab.

Trotz oder gerade aufgrund dieser neuen Komponenten wirkt das Cabrio-Innere eher lieblos gestaltet. Zwar wirkt es schon edler als in seinen Vorgängern, doch mit einem Porsche, Mercedes, BMW oder anderen europäischen Wagen dieser Klasse kann der Amerikaner noch lange nicht mithalten.

Kommen wir zum Motor. Sein knapp sechs Liter umfassende Hubraum und die daraus resultierenden 405 PS wirken zwar schon auf dem Papier zwar recht stark, doch erst wenn wir uns mit den Sprintwerten und der Maximalgeschwindigkeit auseinandersetzen kommt das – für diese Preisklasse unfassbare –  wahre Wesen der „Vette“ zum Vorschein. In 4,2 Sekunden auf 100 Km/h zu kommen, schaffen nicht viele Autos und erst recht nicht bei so einem Einstandspreis.

Unterm Strich kann man wohl trotz der Defizite im Interieur von einem Traumwagen sprechen, auch wenn das Motto dieser Seite an sich Autos ab einem Wert von 70.000 Euro sind. Denn vergessen wir nicht, dass die Amerikaner von den Deutschen vor allem auf diesem Segment noch sehr viel lernen können.