Blitzermarathon in mehreren Bundesländern gestartet

München – Die Polizei nimmt Raser seit Mittwochmorgen (19. April) in mehreren Bundesländern verschärft ins Visier. Seit 6:00 Uhr läuft in Bayern, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen und im Saarland der sogenannte Blitzermarathon.

Bayern plante die Überwachung an mehr als 1900 Stellen, in Brandenburg wird an rund 200 Stellen geblitzt und das Saarland beteiligt sich mit 26 Messstellen an der Aktion. Auch in Hamburg, Hessen und Sachsen wird vermehrt geblitzt.

Mit der Aktion will die Polizei das Bewusstsein für Gefahrenstellen stärken. Deshalb stehen die Beamten vor allem vor Kitas, Schulen oder Senioreneinrichtungen. «Ein Großteil der Messstellen befindet sich an Unfallhäufungspunkten, an denen in der Vergangenheit schon Menschen bei Unfällen verletzt oder sogar getötet wurden», sagte ein Sprecher der Polizei in Mittelhessen. Zu hohe Geschwindigkeit ist nach Polizeiangaben der häufigste Grund für schwere Verkehrsunfälle.

Den ersten Blitzermarathon hatte es 2012 in Nordrhein-Westfalen gegeben. Dieses Jahr nimmt das Bundesland jedoch nicht an der Aktion teil. Grund ist die starke Polizeipräsenz rund um den bevorstehenden AfD-Parteitag und die Gegenveranstaltung in Köln am Wochenende. Durch das dort eingesetzte Großaufgebot sind dem Innenministerium zufolge zu wenige Beamte verfügbar. Auch Berlin beteiligt sich nicht am Blitzermarathon. Die geringe Nachhaltigkeit der Aktion rechtfertige den hohen Aufwand nicht, sagte eine Polizeisprecherin.

Fotocredits: Arno Burgi
(dpa)

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