Lexus IS – Neuer Diesel in verfeinertem Gewand
Lexus präsentiert auf dem Autosalon in Paris (2. bis 17. Oktober 2010) die überarbeitete IS-Baureihe. Die japanische Premiummarke spendiert dem Mittelklassemodell dezente optische Retuschen, effizientere Motoren und mit dem IS 200d einen neuen Basisdiesel.
Zurückhaltung üben die Japaner in punkto optischer Modifikationen. Der neue IS zeichnet sich durch einen leicht veränderten Kühlergrill, Scheinwerfer mit getöntem Klarglas und der modifizierten Frontschürze mit integrierten Nebelscheinwerfern aus. Rot eingefärbte Blinker am Heck und neu gestaltete Leichtmetallräder runden das Facelift ab.
In Grenzen halten sich auch die Neuerungen im Innenraum. Hierzu gehören neue Türverkleidungen und eine lichtdurchlässigere Glasabdeckung der Instrumente. Die ohnehin schon reichhaltige Ausstattung kann durch neue Audiosysteme aufgewertet werden. Zudem soll die Ausstattungslinie „F-Sport” höherwertiger ausfallen.
Mercedes CLS – Zweite Runde für das viertürige Coupé
Als Mercedes 2004 mit dem CLS ein viertüriges Coupé auf den Markt brachte, galt dies als mutiger Schritt. Bestätigt und belohnt wurde dieser Mut von bislang rund 170.000 Käufern. Nach sechs Jahren steht nun die nächste Generation des viertürigen Coupés in den Startlöchern. Publikumspremiere feiert der neue CLS auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010).
Was vor sechs Jahren noch als mutig oder gar revolutionär bezeichnet wurde, kann heute als Begründung eines neuen Marksegmentes gesehen werden. Mit dem CLS schuf Mercedes die Klasse der viertürigen Coupés. Nachahmer, wenn auch in unterschiedlichen Ligen, findet der CLS im VW Passat CC, Aston Martin Rapide oder im Audi A7.
Mit der neuen Generation wollen die Stuttgarter wieder ein Ausrufezeichen setzen. Gleichzeitig soll der neue CLS als Hinweis auf das zukünftige Design der Marke verstanden werden.
Die Frontpartie erinnert an den SLS AMG und soll auch die Verwandtschaft zu den anderen Coupés der Premiummarke aufzeigen. Die dominante Kühlermaske scheint separat, unabhängig von der langen Motorhaube zu stehen. Die Seitenansicht zeigt kräftige Radhäuser, schmale Fenster und das flach abfallende Dach. Das Heck zieren die frische Schürze und neu gezeichnete Leuchten.
Aston Martin V8 Vantage N420 – „N“ wie Nordschleife
Nicht nur auf der Straße ist der Aston Martin V8 Vantage zuhause. Er macht auch auf der Rennstrecke eine gute Figur. Diese Rennsporterfahrungen schlagen sich in einem weiteren Sondermodell des V8 Vantage nieder. Nicht stärker als die Serie, aber leichter und mit optimiertem Fahrwerk bringt er den Rennsport auf die Straße - der Aston Martin V8 Vantage N420.
2006 nahm Aston Martin am 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings teil. In dem Feld von über 200 Startern überquerten die Briten auf dem 24. Platz das Ziel. Wohlgemerkt: Mit einem nahezu serienmäßigen, straßenzugelassenen V8 Vantage Coupé. Von diesem Einsatz abgeleitet, wurde der V8 Vantage N400 aufgelegt.
Nach weiteren Einsätzen bei dem legendären Nordschleifenrennen folgt nun mit dem eine neue Leichtbauversion des V8 Vantage.
Nach einer Abspeckkur ist der N420 27 Kilogramm leichter als der Serien-V8. Unter Verwendung von Kohlefaser am Frontspoiler, an den Seitenschwellern und am Diffusor konnte das Gewicht reduziert werden. Diamantgedrehte Aluräder im Zehnspeichen-Design und Karbonhaltige Sportsitze tragen ihren teil zum Gewichtsverlust bei.
Porsche Panamera Turbo – ’Ne Schippe drauf
Porsche legt beim Panamera Turbo noch eine Schippe drauf. Genauer gesagt, erhält der Viertürer 40 PS mehr. Dazu bietet die Marke mit dem Sport-Design-Paket und neuem Leichtmetallrad mehr Optionen in Sachen Individualisierung. Ab September ist der hausgetunte Panamera erhältlich.
Mit 500 PS und 700 Newtonmetern gehört der Porsche Panamera Turbo schon von Haus aus nicht zu den schwächlichsten seiner Zunft. Wem das nicht reicht, dem helfen die Zuffenhausener mit der „Exclusive-Option”.
Mit Hilfe zweier neuer Turbolader mit Titan-Aluminium-Turbinenrädern und modifizierter Motorsteuerung steigt die Leistung des 4,8-Liter Triebwerks auf 540 PS. Das maximale Drehmoment des V8 steigt auf 750 Newtonmeter. Wird der Overboost-Modus des „Sport Chrono-Pakets” aktiviert, sind es gar 800 Nm.
So gerüstet soll der Standardsprint in 3,9 Sekunden vollbracht sein, ganze 0,1 Sekunden schneller als bisher. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 303 auf 305 km/h. Der Verbrauch soll aber weiterhin 11,5 Liter pro 100 Kilometer betragen.
Zu haben ist die Power-Option für rund 16.700 Euro.
Maybach – Aufpolierte Edelkarossen
Ab und an können auch Luxuslimousinen vom Schlage eines Maybach frischen Glanz vertragen. Auf der Auto China 2010 präsentierte die Edelmarke seine frisch polierten Limousinen 57 und 62, sowie deren leistungsgesteigerten S-Varianten. Mit verändertem Gesicht, modifizierten Motoren und verfeinerten Ausstattungsmöglichkeiten zeigen sich die Nobelkarossen im Modelljahr 2010.
Äußerlich zeigt sich die Modellpflege an der stärker gepfeilten Motorhaube, der neu gestalteten Frontschürze mit chromumrahmten LED-Tagfahrleuchten, sowie an dunkelroten Leuchten und Chromapplikationen am Heck.
Das Gesicht der Luxuslimousinen prägt der neue Chrom-Kühlergrill. Beim Maybach 57 und 62 trägt der Grill zwanzig Längsstreben. Bei den stärkeren S-Versionen sollen zwölf Doppellamellen deren Kraft verdeutlichen. Beide Varianten stehen aufrechter, sind größer und ebenfalls ausgeprägter gepfeilt als bisher.
Abgerundet wird das äußere Erscheinungsbild von neuen glanzgedrehten 19-Zoll-Rädern im 21-Speichendesign beziehungsweise von 20-Zöllern im Zwölf-Speichen-Design bei den S-Modellen. Dazu können alle Modelle in der neuen Farbgebung „Bahamas Blau” erstrahlen.
Am arabischen Markt kommt kein Luxusautohersteller vorbei. Weitgehend unbeeindruckt von globaler Wirtschafts- und Finanzkrise wird hier nach wie vor gerne das Geld für Nobelkarossen ausgegeben. Mittlerweile geht jeder zehnte Bentley in die Golfregion. Da kann man schon mal eine Sonderserie für die treue Kundschaft auflegen. Die Briten bedanken sich für die Treue mit der auf 50 Exemplare limitierten Sonderedition „Arabia”.
Neun Showrooms betreibt Bentley im Mittleren Osten und die exklusive Kundschaft schaut auch gern mal herein. Damit dies auch so bleibt, sollte eine Luxusmarke dieser auch ab und an etwas besonderes bieten. Maserati macht es mit dem Gran Turismo S MC Sport Line, Mercedes mit dem G55 AMG Edition 79 und Bugatti gleich mit Sondermodellen vor. Nun zieht Bentley nach und beschert den Scheichs eine speziell auf den arabischen Markt ausgerichtete Sonderserie des Continental Flying Spur beziehungsweise des Flying Spur Speed.
Damit ist Bentley in seinem Metier. Individualisierung und Sonderwünsche gehören zum Alltag der Luxusmarke.
Äußerlich ändert sich kaum etwas. Die Arabia-Edition zeichnet sich durch eine verchromte Tankklappe und exklusives Felgendesign aus. Der Flying Spur fährt mit 19-Zoll-Rädern im 14-Speichen Design. Der Speed-Arabia rollt auf 20-Zöllern im Zehn-Speichen-Design.
Land Rover Freelander – Frischer Wind mit Frontantrieb
Land Rover schickt den Freelander aktualisiert ins Modelljahr 2011. Mit aufgefrischter Optik, aufgepepptem Interieur und effizienteren Antrieben rollt das Einstiegsmodell im Herbst zu den Händlern. Premiere im Freelander: Erstmals mit reinem Frontantrieb.
Nach Discovery, Range Rover und Range Rover Sport war nun am unteren Ende des Markenportfolios eine Renovierung fällig. Bevor im Sommer kommenden Jahres der Range Rover Evoque als hausinterner Konkurrent startet, wird der Freelander noch mal modernisiert.
Die optische Kur zeigt sich an der Front in Form eines neu gestalteten Stoßfängers, Kühlergrills und leicht veränderten Scheinwerfern. Zudem scheinen die Nebelleuchten aus fünfeckigen statt runden Ausbuchtungen. Verändert zeigen sich auch die Heckleuchten. Die vergrößerten Außenspiegel und Türgriffe erhalten die Wagenfarbe.
Hispano Suiza – Comeback mit 750 PS
1904 gegründet, baute Hispano Suiza bis 1938 Fahrzeuge, die zu den außergewöhnlichsten, schnellsten, luxuriösesten und teuersten Automobilen ihrer Zeit gehörten. Nach über sieben Jahrzehnten landete die Marke auf dem Genfer Autosalon 2010 ein spektakuläres Comeback - mit dem 750 PS starken Hispano Suiza V10 Supercharged.
1938 lief das letzte Auto des spanisch-schweizerischen Unternehmens vom Band. Danach verschwand die Marke in der Versenkung. In den letzten Jahren gab es mehrfach den Versuch, die Traditionsmarke wieder zu beleben. So stand schon vor zehn Jahren eine Studie unter dem Namen Hispano Suiza in Genf, gefolgt von mehreren Prototypen. Diese Reanimierungsversuche verliefen jedoch im Sand.
Mit dem V10 Supercharged soll das anders sein. Als kreativer Kopf steht Erwin Himmel hinter dem Projekt. Bereits für Audi und Volkswagen tätig, ist der Industrie und Produktdesigner für den betongrauen Supersportwagen verantwortlich. Marta Pou, die ihr Geld als Autohändlerin machte, unterstützt das Projekt als Finanzier.
Himmel bringt nicht nur Kreativität, sondern auch sein gutes Netzwerk mit. So steckt im Hispano Suiza ein ursprünglich von Lamborghini stammender Motor.
Audi A7 Sportback – Oberklasse mit Fließheck
Anfang 2009 präsentierte Audi den Sportback concept auf der Detroit Motor Show. Am Montag, dem 26. Juli 2010 feierte nun das lang erwartete serienreife Modell Premiere. In der Pinakothek der Moderne in München wurde der Audi A7 Sportback in Szene gesetzt. Der breiten Öffentlichkeit wird das Fließheckmodell zum Pariser Autosalon im September zugänglich.
Der Audi A5 Sportback brachte das klassische Fließheck in die Mittelklasse zurück. Der größere Bruder soll es in Oberklasse salonfähig machen. Zudem hatten die Ingolstädter eine Lücke zwischen Audi A6 und A8 ausfindig gemacht, die mit dem A7 geschlossen wird.
Schon die Bilder, die vor der Premiere im World Wide Web kursierten, zeigten, wie nah an der Studie die serienreife Mischung aus Limousine, Coupé und Avant bleibt.
Veränderungen erfuhr die Frontpartie. Sie wurde dem „Familiengesicht” angepasst. Die Scheinwerfer sind weniger schmal als beim Konzept und auch Seitenlinie und Heck sind leicht verändert.
Mercedes S 350 BlueTEC – Neuer Diesel für den Oberklässler
Mit dem S 350 BlueTEC hat Mercedes seinen neuen „Saubermann” im automobilen Oberhaus im Programm. Mit mehr Leistung, AdBlue und 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer ist der S 350 BlueTec die sparsamste und sauberste S-Klasse, die es bisher gab.
Der Mercedes S 350 BlueTEC löst den S 350 CDI Blue Efficiency ab. Dabei liegt der neue Sechszylinder-Diesel in Sachen Verbrauch und Sauberkeit auf dem Niveau manches Mittelklassemodells und übertrumpft auch das Vorzeigemodell S400 Hybrid.
Die Leistung des V6-Aggregats wächst von den 235 PS des S 350 CDI auf 258 PS. Dazu steigt das maximale Drehmoment auf 620 Newtonmeter. Die Kraftübertragung erfolgt über die Siebengang-Automatik 7G-Tronic an die Hinterräder des Zweitonners. Der Sprint von Null auf 100 km/h soll in 7,1 Sekunden absolviert sein. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch abgeregelten 250 km/h.
Der Verbrauch des Dreiliter-Diesels wird mit 6,8 Litern, der CO2-Ausstoss mit 177 g/km angegeben. Damit schluckt die BlueTEC-Luxuskarosse 0,8 Liter weniger als das Vorgängermodell.

