Gut vernetzt und sicher ans Ziel

Wohl jedem ist es schon einmal so ergangen: Eben noch schien die Sonne, die Straßen waren trocken und versprachen eine unkomplizierte und sichere Fahrt – doch im nächsten Moment, nur ein paar Kilometer weiter, ändert sich plötzlich das Wetter. Ein heftiges lokales Gewitter mit Temperaturabsturz sorgt für rutschige Verhältnisse auf dem Asphalt, Nebel schränkt die Sicht auf weniger als 100 Meter ein oder man steuert direkt in einen dichten Schneeschauer. Vorbei mit entspanntem Fahren, nun ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Elektronische Helfer könnten in Zukunft die Autofahrer in derartigen Situationen und bei wechselnden Wetterverhältnissen unterstützen.

Automatische Warnung bei nachlassender Haftung

Damit Glatteis, Aquaplaning, Schnee oder Regen die Fahrt nicht zu einem gefährlichen Abenteuer werden lassen, müssen Autofahrer voll konzentriert sein und ihre Fahrweise anpassen. Noch mehr als sonst sind dann vorausschauendes Fahren sowie behutsames Beschleunigen, Bremsen oder Lenken gefragt. Denn Glätte oder Nässe bedeuten weniger Grip. Somit können unterschiedliche Fahrbahnoberflächen zu kritischen Situationen führen, im schlechtesten Fall verliert der Autofahrer die Kontrolle. Damit es nicht so weit kommt, sollen künftig intelligente Systeme auf Cloud-Basis rechtzeitig warnen. Der Automobilhersteller Bosch beispielsweise hat einen vorausschauenden Straßenzustands-Service entwickelt. Er kann den Fahrer in Zukunft in Echtzeit über die jeweilige Fahrbahnsituationen informieren. Könnte es hinter der nächsten Kurve rutschig sein, erhält der Fahrer frühzeitig eine Warnung. Auch vorausschauende Meldungen wie „Glatteis in 500 Metern: Bitte Geschwindigkeit anpassen“ und weiterführende Hinweise wie „Glatteis-Gefahr ist vorbei“ werden auf diese Weise möglich.

Sicher unterwegs bei jedem Wetter

Das System basiert darauf, dass Fahrzeuge regelmäßig Informationen über die aktuelle Beschaffenheit der Fahrbahnen liefern und entsprechend ihrer Route empfangen – leistungsstarke Cloud-Systeme und die zunehmende Vernetzung im Auto machen es möglich. Dazu werden Daten von Fahrzeugsensoren und Systemen wie ESP und Servolenkung genutzt, ergänzt mit Daten von Wetterstationen und Straßensensoren. Automatisch ablaufende Analysen errechnen die aktuellen und zu erwartenden Straßenreibwerte, mit der die Griffigkeit der Fahrbahn beschrieben wird. Schon in naher Zukunft soll die Warnung aus der Cloud in Serienfahrzeugen Einzug halten – und dürfte damit so mancher Wetterkapriole ihren Schrecken nehmen.(djd). 

Foto: djd/Bosch