YES! Roadster 3.2 – Handgefertigter Sportler aus Sachsen

Das Leben des YES! Roadster begann in Form einer Diplomarbeit. 2001 gab es das erste serienreife Modell und 2006 erschien auf der AMI das Nachfolgemodell, der YES! Roadster 3.2.

Der Name YES! steht für Young Engineers Sportscar.

YES! Roadster Front © flickr.com / exfordy

Hergestellt wird der Sportwagen im sächsischen Großenhain von der Funke und Will AG. Das Design des in Handarbeit gefertigten Fahrzeugs stammt von Oliver Schweizer (Schweizer Design Consulting, Stuttgart). Diese Zusammenarbeit erwies sich als sehr fruchtbar, so konnten sich die Beteiligten schon zum zweiten Mal über den „Good Design Award“ des Chicago Athenaeum für ihren YES! Freuen.

Yes! Roadster Heck © flickr.com / exfordy

Nachdem von der ersten YES!-Generation schon 150 Fahrzeuge in alle Welt verkauft wurden, beschäftigt die Firma mittlerweile siebzig Leute, die mit dazu beitragen, dass der Roadster 3.2 insgesamt ausgereifter daherkommt.

Die Basis des 3,80 langen Roadster ist ein Aluminiumrahmen, der die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff trägt.

Markant am Äußeren sind die Keilform, die Lufteinlässe und die sportlichen Kotflügel.

Angetrieben wird das 900 Kilogramm leichte Sportgerät von dem 3,2 Liter-V6-Aggregat. Der, wie auch das Getriebe, von Audi stammende Motor leistet 188kW/255PS. Damit erreicht das Leichtgewicht die 100 Stundenkilometer in 4,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 255km/h.

Noch etwas rasanter geht es mit Roadster 3.2 Turbo ab. Aus der gleichen Maschine werden mit Hilfe des Turboladers 355PS geholt. Die Spitze liegt hier bei 281km/h und von Null auf 100 Stundenkilometer geht es in 3,9 Sekunden.

Der Innenraum besticht durch die Verwendung hochwertiger Materialien, die ergänzt durch Chrom- und Ledertapplikationen das sportliche Gesamtbild abrunden.

Gegen Aufpreis erhältlich sind Soundsystem und ein Multimedia-Navigationspaket. Ebenfalls auf der Extraliste finden sich ABS und Airbags wieder.

Da der Yes! In Handarbeit produziert wird, kann er recht einfach den individuellen Wünschen der Kunden angepasst werden. Das betrifft einerseits die technische Sonderausstattung und farbliche Gestaltung des Innenraums und geht weiter bei der Lage des Schalthebels, der Sitzposition und selbst die Pedale können auf den Kunden abgestimmt werden.

Somit kann der Fahrer in einer für ihn idealen Position über die Pisten jagen.

6 Comments

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  1. Ich habe diesen Roadster gebaut.Leider ist die Firma pleite und ich arbeitslos.
    Irgendwie soll der Roadster weitergebaut werden,aber Informationen gibt es keine.
    Noch paar Informationen zum Auto.
    Die meisten Teile wurden in der Manufaktur handgefertigt.
    Der Alu-Grundrahmen ist handgeschweißt im WIG-Schweißverfahren.Der Rahmen und Überrollbügel wurden eloxiert (mit einer Aluminimoxidschicht-galvanisch)
    Der Alu-Tank wurde auch handgeschweißt.Auch der Klimakühler ist handgefertigt(fast).Aus einem AMG-Kühler wurden 2 YES-Kühler.
    Alle GFK-Teile sind in der Firma gebaut,inklusive Armaturenbrett,Außenspiegel,Scheibenrahmen,Spoiler,Sitzschalen usw.
    Der Kabelbaum wurde erst selbst hergestellt,später zugeliefert.
    Motor ,Getriebe,Brembo-Bremsen,Felgen,Reifen sind Zulieferteile.Der Turbomotor wurde in einer Tuningfirma getunt.Dreieckslenker wurde selbst hergestellt.
    Edelstahlauspuffanlage wurde aus Einzelteilen angepaßt und geschweißt.
    Es gab auch YES mit Automatikgetriebe und als Rechtslenker.
    Farbwünsche waren nach Kundenwusch.
    Es gab auch einen YES in Rosa mit weißer Innenaußstattung für eine Kunden aus Singapur.
    Motormäßig gab es auch eine Turbo-S Variante mit 415 PS und ca 320 KMH .

  2. Eigentlich schade. Ich habe den Importeurvertrag fuer CZ unterschrieben, 2 Autos bestellt, 1 Auto steht bei mir.

    Power und Spass ist einmalig, Qualitaet laest aber gruessen, nach den paar Jahren eigentlich nicht vertretbar. Das Schlimmste – die beiden Inhaber haben sich nie interessiert, was die Importeure tun, wichtig war nur die Rechnung.

    Das Auto behalte ich aber, eine Herzsache 🙂

  3. Schade, daß die Firma pleite ist…

    hmm… da denkt man doch darüber nach warum unser Staat Opel, die seit Jahren nur noch Mist produzieren und ausserdem dieGelder ohnehin zu großen teilen in die USA gehen, subventioniert,
    und an solchen Firmen geht man vorüber ohne auch nur Kenntnis von ihnen zu nehmen… Traurig!

  4. In der Firma herrschte immer Geldmangel.Die Geschäftsführung war total unfähig.Die hatten überhaupt kein Geld um die Autos zu bauen.Das Geld reichte maximal für paar Messen und die Autos dazu.Dann kamen die Bestellungen .Dann wurde 1 bis 2 Autos gebaut,aber nur zu 90 Prozent.Dann wurden wieder paar Autos begonnen.Halbfertig.Fertig wurde fast nie ein Auto,weil die Lieferanten nicht bezahlt wurden.Und weil dann x Autos fast fertig ,aber nicht fertig rumstanden, konnte natürlich auch kein Geld eingenommen werden und somit auch keine Löhne gezahlt werden.
    Ich könnte ein ganzes Buch über die Firma schreiben.

  5. YES! RELOADED

    Seit Januar 2010 gibt es die YES! Beteiligungs- und Besitzgesellschaft mbH. Gründer und geschäftsführender Gesellschafter ist Marco Kunz. Der erfahrene Unternehmer war erster YES! 3.2 Turbo-Kunde in Deutschland und wollte sich nicht mit dem Ende der Marke abfinden. Sitz der Gesellschaft ist Edermünde bei Kassel. Hier werden die Sportcabrios in Handarbeit komplett individualisiert gefertigt.

    Das Ergebnis: ein weltweit einzigartiger und bemerkenswert alltagstauglicher Roadster mit der Lizenz zum „Rennen fahren“.

    Mit dem Kauf eines Yes! Roadster 3.2 Turbo ist ein 2-Tageskurs für eine A-Lizenz/Rennfahrerlizenz mit inbegriffen. Die Lizenz berechtigt zur Teilnahme an nationalen Motorsportrennen.

  6. Ah cool, wollte schon vor zwei Jahren einen kaufen.
    Bin damals schon Probe gefahren und war vollends überzeugt. Das werde ich jetzt wiederholen und nach dem Gespräch heute, denke ich das meine Roadster Saison bald beginnen kann.