Neue Winterreifen sollten nicht älter als drei Jahre sein

München – Beim Kauf von neuen Winterreifen achten Käufer besser auch aufs Reifenalter. Denn älter als drei Jahre sollten die Pneus nicht sein, rät der ADAC. Speziell beim Onlinekauf sollten Kunden bei der Auftragserteilung darauf hinweisen.

Ähnlich sehen das auch Gerichte, teilt der Autoclub mit. Eine allgemein gültige Rechtsvorschrift oder ein Mindesthaltbarkeitsdatum gebe es aber nicht. Frischer Reifengummi hatte bei Tests des Autoclubs die beste Haftung.

Wann der Reifen hergestellt wurde, lässt sich an einem vierstelligen Zahlencode meist in einem Oval am Ende der DOT-Nummer an der Reifenflanke erkennen. Die ersten zwei Ziffern nennen die Woche, die letzten zwei Ziffern das Herstellungsjahr.

Bei der Wahl von Winterreifen rät der
ADAC, sich an eigenen Schwerpunkten im Fahrprofil zu orientieren, beispielsweise eher starke Haftung auf Eis und Schnee oder etwa der Wunsch nach weniger Verbrauch und geringem Verschleiß. Wie ein aktueller ADAC-Test zeigt, weisen selbst hochpreisige Reifen nicht generell gute Ergebnisse in allen Disziplinen auf.

Der Autoclub hat insgesamt 28 Reifen für Klein- und Kompaktwagen zu mittleren Stückpreisen von 44 bis 113 Euro getestet. Dabei nahmen die Tester unter anderem das Handling auf Schnee und Eis, auf nassen und trockenen Straßen sowie Spritverbrauch und Verschleiß unter die Lupe.

Bei den Kleinwagen (Dimension 175/65 R 14 T) siegte der «Continental WinterContact TS 860» für 72 Euro und bekam ein «Gut» (2,1) vor dem «Dunlop Winter Response 2» (71 Euro) mit den gleichen Noten. Bei den Kompakten (205/55 R 16 H) siegte ebenfalls der «Continental WinterContact TS 860» (110 Euro) und ist «gut» (2,2).

Auf dem zweiten Platz landete der «Goodyear UltraGrip9» (106 Euro) mit «gut» (2,2) vor dem «Dunlop Winter Sport 5» (106 Euro) mit «gut» (2,3). Insgesamt schnitten 5 «gut» ab, 19 Reifen waren «befriedigend». 2 Pneus bekamen ein «Ausreichend», und zwei waren «mangelhaft», unter anderem wegen starker Schwächen auf nassen oder schneebedeckten Straßen.

Fotocredits: Alexander Heinl
(dpa/tmn)