Fisker Atlantic – „Massen-Stromer“ auf nächster Stufe

Auf der New York Auto Show 2012 stellte Fisker sein zweites Modell vor: Mit dem viersitzigen Fisker Atlantic will das US-Unternehmen vor allem Familien ansprechen und vom Start-up zum Massenhersteller avancieren. Weiter Gestalt nehmen die Pläne mit einem neuen Entwicklungszentrum an, das im Frühjahr 2013 eröffnet werden soll.

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Henrik Fisker, als Automobildesigner unter anderem am BMW Z8 und Aston Martin V8 Vantage beteiligt, verkündete als einer der Gründer von Fisker Automotive, Inc. zur Präsentation des Atlantic „Dieses Auto ist ein Versprechen, das wir schon bald einlösen werden.“ Die Einlösung des Versprechens rückt näher.

Ins Herz der US-Autoindustrie

Im Mittleren Westen will der nach eigenen Angaben „weltweit führende Hersteller von Luxus-Elektrofahrzeugen mit erweiterter Reichweite“ einen neuen Standort zur Weiterentwicklung des Fisker Atlantic gründen – die nächste Stufe zum Massenhersteller erklimmen. Möglicherweise im Südosten Michigans, im Herzen der US-Autoindustrie. Oder dem, was davon übrig ist. Auf jeden Fall rückt das Unternehmen, dessen Hauptsitz weiter im kalifornischen Anaheim bleibt, diesem (knapp dem Infarkt entgangenen) Herzen näher und damit Zulieferern. Ein weiterer Vorteil ist die relative Nähe zur beabsichtigten Fertigungsanlage für den „Familien-Fisker“ in Delaware.

Wann die Serienproduktion des Atlantic beginnt, ist noch offen. Legt man die Verzögerungen des Erstlingswerks Fisker Karma zu Grunde, kann es noch dauern. Laut CEO von Fisker Automotive Tony Posawatz soll der Atlantic „so schnell wir es können auf den Markt kommen“. Zuletzt war der Start für die geplanten 100.000 Modelle pro Jahr ins Jahr 2014 gelegt worden.

Sportliche Familienkutsche

Das technische Konzept gleicht dem des Fisker Karma. Der Atlantic wird von zwei Elektromotoren, die zusammen 353 kW (480 PS) leisten, angetrieben. Gespeist werden die E-Motoren von einem Generator, der von einem Vierzylinder-Turbomotor mit 260 PS von BMW betrieben wird. Als Stromspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie.

Rein optisch ähnelt der Atlantic dem hochpreisigen Karma ebenfalls, fällt jedoch kürzer und etwas höher aus. Zudem gibt es umlegbare Rücksitze und eine große Heckklappe – praktikabel, massentauglich soll er sein. Dazu könnte der Preis beitragen. Der Fisker Atlantic soll 50.000 US-Dollar, nach derzeitigem Stand knapp 40.000 Euro kosten.

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