Bentley Arnage Final Series – Das Ende einer Ära

1998 feierte der Bentley Arnage in Paris seine Premiere. Zehn Jahre später stellte Bentley den Arnage Final Series vor. Das auf 150 Exemplare limitierte Sondermodell markiert den Abschied von der Luxuskarosse. Die Bühne für den feierlichen Abgesang war auch hier der Pariser Autosalon.

Ein Jahrzehnt war der 5,40 Meter lange Arnage das Spitzenmodell der britischen Marke. Auf einer Plattform von Rolls Royce kombinierte der Arnage immense Motorleistung und verschwenderischen Luxus.

Bentley Arnage Red Label © flickr.com / The Car Spy

Diese Paarung unterstreicht das Sondermodell Final Series noch ein letztes Mal eindrucksvoll.

Die Änderungen am Design der Limousine fielen sehr dezent aus. Allerdings wirkt die Optik sportlicher. Dafür sorgen die seitlichen Lufteinlässe, dunkel lackierte Gitter an Kühler und Lufteinlässen, sowie 20-Zoll-Räder. Dazu sind die Scheinwerfer in Wagenfarbe umfasst und am Heck fällt der Doppelrohrauspuff ins Auge.

Nicht zu vergessen ist das versenkbare „Flying-B“ auf dem Kühlergrill.

Im Innenraum zeigen sich Chrom- und Holzzierleisten mit dem Final Series-Logo. Ansonsten wird das Interieur der Luxuslimousine von Edelholz, Lammwollteppich und Lederauskleidung bestimmt.

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Im Fond wartet der Bentley mit Minibar und Picknicktischen auf. Falls die Passagiere sich, trotz des üppigen Platzangebots im Wagen, mal die Beine vertreten wollen: Mit den Regenschirmen in Bentleydesign geht das auch bei englischem Wetter.

Optional sind auch noch Massagesitze, abgedunkelte Fondscheiben und DVD-Anlage erhältlich.

Angetrieben wird die 2,5 Tonnen schwere Luxuslimousine von dem mittlerweile legendären V8-Aggregat. Vor 50 Jahren entwickelt, wurden zwar Details, aber nie das Grundkonzept verändert.

Der 6,75-Liter-Motor leistet 507PS und treibt den Arnage Final Series mit 1000Nm nach vorn. Die 100 Stundenkilometer werden in 5,5 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 288km/h. Auch wenn der Bentley die Euro4-Abgasnorm erfüllt, lassen mindestens 19,5 Liter auf 100 Kilometern und ein CO2-Ausstoss von 465g/km die Luxuskarosse ganz schön alt aussehen.

Weiterer Schwachpunkt sind die billig wirkenden Plastiktasten auf der Armaturentafel. Das fällt durch die luxuriöse Ausstattung rundherum besonders negativ auf. Und der Kofferraum mit seinen mageren 374 Litern Fassungsvermögen will auch nicht so recht zu einer Limousine dieser Größe passen.

Was bleibt? Leb wohl Arnage und warten auf den Nachfolger. Der wurde letztes Wochenende (15./16.August) auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance in Kalifornien erstmals enthüllt. Weitere Details sollen auf der IAA in Frankfurt gezeigt werden. Immerhin steht der Name schon fest: Bentley Mulsanne.