Aston Martin V12 Vantage – Der Vantage mit großem Herz

2007 präsentierte Aston Martin die Studie V12 Vantage RS. Aufgrund des großen Anklangs beschlossen die Briten das Konzept zur Serienreife zu bringen. Auf dem Genfer Autosalon dieses Jahres war es dann soweit: Der Aston Martin V12 Vantage wurde enthüllt. Seit Juni ist die kraftvollste Variante des Einstiegsmodells auf dem Markt.

Aston Martin V12 Vantage © flickr.com / helicon_

DBS Volante, Aston Martin Rapide – Hinter diesen beiden soll der V12 Vantage nicht vergessen werden. Immerhin war es eine Aufgabe den großen Motor in dem vergleichsweise zierlichen Sportwagen unterzubringen. Zumal es der Brite schafft einen Porsche 911 stehen zu lassen.

Schon der V8 Vantage gilt als ernsthafter Porsche Konkurrent. Mit dem größeren Herz setzt der luxuriöse Sportler noch eins drauf.

Kraft satt entwickelt das 6,0-Liter-V12-Triebwerk. Im Vantage leistet es 517PS bei 6500U/min. Das maximale Drehmoment von 570 Newtonmetern liegt bei 5750U/min an. Der Sprint auf Tempo 100 dauert 4,2 Sekunden. Der Vortrieb endet erst bei 306 Stundenkilometern. Der Verbrauch wird mit 16,35 Litern auf 100 Kilometern angegeben, was einem CO2-Ausstoß von 388g/km entspricht. Da beruhigt es, dass es sich nicht um Massenware handelt.

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Das V12-Aggregat wiegt zwar 100 Kilogramm mehr als der 4,7-Liter-V8, das komplette Auto wiegt aber nur 50 Kilogramm mehr. Dank Karbon konnte man einen Teil des Gewichtszuwachses ausgleichen. So besteht die Motorhaube aus dem leichten Material, dazu kommen leichtere Räder, Karbon-Keramik-Bremsscheiben und auch im Inneren kommt Kohlefaser zum Einsatz.

Das Interieur de Aston Martin verbindet Sportwagenambiente und Luxus. Leder, Alcantara und Aluminium beherrschen das Bild. Die Passagiere nehmen auf vielfach verstellbaren Sportsitzen Platz, auf Wunsch auch in Schalensitzen aus Karbon. Standesgemäß gibt es einigen elektronischen Komfort und auch eine Einparkhilfe ist serienmäßig dabei. Mit seinem 300 Liter fassenden Gepäckabteil und Stauraum hinter den Rücksitzen eignet sich der britische Luxussportler auch mal zum Familienausflug.

Liebe zum Detail wird mit dem gläsernen Aschenbecher bewiesen. Very British!

Insgesamt sollen aber nur 1000 Exemplare des „kleinen“ Kraftprotzes entstehen und danach die Produktion eingestellt werden. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen.